Mein Schweiß riecht nach Hefe – Tipps und Infos

Grundsätzlich schwitzen Menschen in ihrem Alltag, um die körpereigene Temperatur zu regulieren. Dabei entsteht Schweiß, der zu Problemen führen kann. Im Allgemeinen ist Schweißgeruch nichts Ungewöhnliches, sondern natürlich, doch wenn er nach Hefe riecht, stimmt etwas nicht. Wir klären Sie auf und geben Tipps, was Sie tun sollten, wenn ihr Schweiß nach Hefe riecht.

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Schweiß riecht nach Hefe

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Mögliche Ursache für Schweiß mit Hefegeruch

Glücklicherweise ist das Zusammenleben von Mikroben auf der Haut meistens ungefährlich, es wird vom Organismus sogar benötigt, um die Schutzfunktion der Haut zu gewährleisten. Doch wenn das ausbalancierte Zusammenleben gestört wird, weil sich einzelne Mikroben übermäßig vermehren, kann es zu einer Infektion kommen.

Ein potenzieller Organismus, welcher sich schädlich auf den Körper auswirkt, ist der Candida-Pilz. Besonders immunschwache, ältere oder sehr junge Menschen leiden unter ihm. Bei Befall mit diesem Schädling auf der Haut spricht man von einer kutanen Candidiasis oder Candidiasis der Haut. Der Befall mit diesem Pilz ist anfangs unauffällig, kann jedoch sehr starke Nebenwirkungen entwickeln. Dazu zählt vor allem juckender, roter Ausschlag in Hautfalten, wo vermehrt Feuchtigkeit und Schweiß vorhanden ist. Wenn dort erst einmal eine Infektion etabliert ist, kann sich diese ausbreiten. Dennoch ist die Krankheit gut zu behandeln. Da reichen schon eine verbesserte Hygiene in Kombination mit einer antimykotischen Creme oder einem Puder.

Typische Symptome für eine Pilzinfektion

Die Symptome einer kutanen Candidiasis können unterschiedlich sein und anderen Infektionen ähneln. Grundsätzlich kommt es zu einem Hautausschlag oder einer Hautreizung mit Rötungen und teils heftigem Juckreiz. Vereinzelt bilden sich Risse in der Haut, welche Schmerzen auslösen. Weiter können Pusteln und Blasen entstehen. Diese Symptome können diverse Körperstellen betreffen, doch Hautfalten sind die häufigsten Stellen. Dazu zählen auch die Achselhöhlen. Deren Schweiß sorgt des Weiteren für ein ideales Nährmedium.

Andere Symptome, die bei einer kutanen Candidiasis auftauchen können, lauten:

  • Scherpilzflechte
  • Nesselsucht
  • Herpes
  • Diabetes-bedingte Hauterkrankungen
  • Kontaktdermatitis
  • seborrhoische Dermatitis
  • Ekzem
  • Psoriasis

Wodurch kommt es überhaupt zu einer Candidiasis?

Candida albicans ist ein Hefepilz, der bei rund 75 % der Menschen nachgewiesen werden kann. Nur unter bestimmten Bedingungen kann er eine Krankheit verursachen. Dies geschieht, wenn das Immunsystem des Betroffenen geschwächt und die Haut nicht ausreichend mit unterschiedlichen Mikroorganismen besiedelt ist, die ausgewogen zusammenleben und so einen gesundheitsfördernden Biofilm auf der Haut bilden. Dies führt dazu, dass sich der Pilz stark vermehrt und eine Pilzerkrankung (Mykose) entsteht.

Doch auch andere Aspekte begünstigen eine Infektion mit Candida. Dies können beispielsweise folgende sein:

  • warmes Wetter
  • enge Kleidung
  • schlechte Hygiene
  • seltener Unterwäschewechsel
  • Fettleibigkeit
  • die Verwendung von Antibiotika, die Bakterien abtöten, die Candida im Gleichgewicht halten
  • die Verwendung von Kortikosteroiden oder anderen Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen
  • ein geschwächtes Immunsystem infolge von Diabetes, Krebs, AIDS oder Schwangerschaft
  • unvollständige Trocknung feuchter oder nasser Haut

Wenn die Hautfalten warm und feucht sind, wachsen hier Pilze besonders gut. Bei Babys stellen Windeln eine "gute Umgebung" für den Pilz dar. Für Gesunde ist die Candida - die Infektion nicht ansteckend, aber immungeschwächte Menschen sollten aufpassen. Eine gute Hygiene verhindert Übertragungen auf Dritte, häufiges Händewaschen und ständiges abdecken der infizierten Stellen ist angezeigt.

Fazit

In den meisten Fällen liegt bei hefeartigem Schweißgeruch eine Pilzinfektion vor. Sie sollten nicht in Panik verfallen, wenn Sie bemerken: “Mein Schweiß riecht nach Hefe”. Der Pilz kann mit Salben, sogenannten Antimykotika gut behandelt werden. Ignorieren Sie den Geruch nicht, sondern suchen Sie einen Arzt auf, der Ihre Verdachtsdiagnose abklärt und die erforderlichen Medikamente rezeptiert.

Unterstützend können Sie ein Antitranspirant verwendet, um die Schweißproduktion zu reduzieren. Sweat-Off bietet hierfür verschiedene Produktvarianten.

Sweat-Off Redaktion
Prof. Dr. Michael Habs
27. Februar 2020
jährlich
M.Sc. Sophie Forreiter, M.A. Oxana Zhuravkova, M.Sc. Marianne Liyayi
Antitranspirant Experten

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